Solarmodule ohne genehmigung solingen

Technische anforderungen (din 18300, bauo NRW, eurocode 7)

die errichtung von baulichen anlagen, wozu auch fundamente für solarmodule zählen, unterliegt der bauordnung nordrhein-westfalen (bauo NRW) sowie den einschlägigen din-normen. Insbesondere sind die din 18300 (vob/c - erdarbeiten) und die din en 1997-1 (eurocode 7 - entwurf, berechnung und bemessung von]}, um die standsicherheit und langlebigkeit ihrer anlage zu gewährleisten. Gemäß § 63 bauo NRW dürfen unter bestimmten voraussetzungen bauliche anlagen genehmigungsfrei errichtet werden. Prüfen sie, ob ihre geplante solaranlage unter diese kategorie fällt. Beachten sie insbesondere die vorgaben bezüglich der abstandsflächen und der standsicherheit.

Fundamenttypen und kostenschätzung für solarmodule

die wahl des richtigen fundamenttyps ist entscheidend für die stabilität ihrer solarmodule, insbesondere auf schwierigen böden. Hier eine beispielhafte übersicht:
fundamenttyp mindesttiefe (bei lehmboden, NRW) material kostenschätzung (pro einheit, grob)
punktfundament mindestens 80 cm stahlbeton 50 - 150 €
streifenfundament mindestens 80 cm stahlbeton 75 - 200 €
schwerlastanker/bodenplatte bodenabhängig, statisch nachgewiesen stahl, beton 100 - 300 €
erdspiesse (für leichte anlagen < 10 m²) bodenabhängig, mindestens 1,5 m tief verzinkter stahl 20 - 50 €
hinweis: die kostenschätzungen sind grobe richtwerte und können je nach hersteller, lieferanten und örtlichen gegebenheiten stark variieren. Ein detailliertes angebot ist unerlässlich.

Schritt-für-schritt-anleitung zur errichtung von solarmodulen (ohne baugenehmigung, wenn anwendbar)

  1. Schritt 1: prüfung der lokalen bestimmungen und des flächennutzungsplans

    beschaffen sie die aktuellsten dokumente der stadt solingen bezüglich "genehmigungsfreier bauvorhaben" und den flächennutzungsplan. Analysieren sie insbesondere die vorgaben für freiflächenanlagen und die bodenbeschaffenheit in ihrem baugebiet (z.B. Auflagen bei naturschutzgebieten).
  2. Schritt 2: einfache bodenuntersuchung

    führen sie eine einfache bodenprobe durch: graben sie mindestens 60 cm tief. Wenn das material klebrig ist, sich leicht formen lässt und beim trocknen risse bildet, handelt es sich wahrscheinlich um lehmboden. Dies erfordert tiefere fundamente.
  3. Schritt 3: auswahl und auslegung des fundaments

    wählen sie basierend auf der bodenuntersuchung und den vorgaben der bauo NRW sowie din 18300 das geeignete fundament. Bei lehmboden in NRW ist in der regel eine mindesttiefe von 80 cm für frostsichere fundamente einzuhalten. Konsultieren sie hierzu idealerweise eine fachperson, um die exakte bemessung nach eurocode 7 sicherzustellen.
  4. Schritt 4: dokumentation und montage

    dokumentieren sie den gesamten prozess, einschließlich der bodenbeschaffenheit (fotos von der grabung) und der fundamenterstellung (fotos der bewehrung und des betoniervorgangs). Diese dokumentation kann bei späterer prüfung oder für eine nachträgliche genehmigung relevant sein. Beachten sie die montageanleitungen des modulherstellers bezüglich wind- und schneelasten.
  5. Schritt 5: abschluss und überprüfung

    führen sie eine abschließende überprüfung der standsicherheit durch. Stellen sie sicher, dass alle anschlüsse fachgerecht ausgeführt sind und alle lokalen vorschriften eingehalten wurden, die für genehmigungsfreie vorhaben gelten.