Abrissgenehmigung feuerstelle lemgo

Fundamenttypen und kostenschätzung für feuerstellen

die wahl des fundamenttyps hängt von der größe und dem gewicht ihrer feuerstelle ab. Hier eine übersicht:
fundamenttyp mindesttiefe material kostenschätzung (material & arbeitszeit, ohne erdbau)
punktfundament (für freistehende säulen/beine) 80 cm beton c20/25, ggf. Bewehrung (z.B. Q188) ca. 100 - 200 € pro punkt (ø 30x30 cm)
streifenfundament (für gemauerte wände) 80 cm beton c20/25, ggf. Bewehrung (z.B. Q188) ca. 80 - 150 € pro lfd. Meter (breite 30 cm)
plattenfundament (für größere, schwere feuerstellen) 80 cm (unterbau aus sauberkeitsschicht und schotter min. 20 cm) beton c20/25, bewehrung (z.B. Q257), sauberkeitsschicht ca. 150 - 250 € pro m² (plattendicke 15-20 cm)
fundament mit schottertragschicht (für leichtere feuerstellen auf lehmboden) 80 cm (davon min. 50 cm schotter, 30 cm beton) schotter (0/32 mm), beton c20/25, drainagevlies ca. 120 - 200 € pro m²
die kostenschätzung ist eine grobe orientierung und kann je nach region, materialpreisen und eigenleistung stark variieren.

Häufige fehler beim bau einer feuerstelle in lemgo

um kostenintensive nachbesserungen und ärger mit den behörden zu vermeiden, sollten sie folgende fehlerquellen ausschließen:
  • unzureichende fundamenttiefe: eine fundamenttiefe von unter 80 cm bei lehmboden führt fast immer zu frostschäden und rissbildung im mauerwerk.
  • fehlende drainage: bei hohem grundwasserstand oder stauendem lehmboden ohne ausreichende drainage kann es zu wasseransammlungen unter dem fundament und damit zu ungleichmäßigen setzungen kommen.
  • nichtbeachtung der abstandsflächen: die bauo NRW schreibt abstandsflächen zu grundstücksgrenzen und anderen gebäuden vor, die auch für verfahrensfreie bauvorhaben gelten. Brandschutzabstände sind besonders bei feuerstellen zu beachten.
  • mangelnde bodenvorbereitung: ein bauherr in lemgo erhielt eine ablehnung für eine terrassenüberdachung wegen fehlender plinten und einer unzureichend verdichteten tragschicht auf lehmboden. Eine feste, verdichtete gründungsschicht unter dem fundament ist entscheidend.
  • ignorieren von brandschutzvorschriften: offene feuerstellen haben besondere auflagen bezüglich des abstands zu brennbaren materialien, überdachungen und gebäuden.
  • vergessene abrissmeldung: auch wenn der abriss kleinerer anlagen oft genehmigungsfrei ist, kann eine mitteilungspflicht nach § 78 bauo NRW bestehen, die sie nicht versäumen sollten.

Abrissgenehmigung feuerstelle lemgo bauen - schritt-für-schritt-anleitung

  1. Schritt 1: standort und genehmigungen klären

    prüfen sie den flächennutzungsplan und den bebauungsplan der stadt lemgo für ihr grundstück. Klären sie beim bauamt, ob für ihre geplante feuerstelle oder den abriss einer bestandsanlage eine genehmigung oder lediglich eine mitteilung erforderlich ist. Achten sie auf abstandsflächen und brandschutzauflagen.
  2. Schritt 2: bodenzustand analysieren

    führen sie eine einfache bodenprobe durch: bohren oder graben sie an der geplanten stelle mindestens 60 cm tief. Bei klebrigem, festem material, das sich gut formen lässt und bei trocknung risse bekommt, handelt es sich um lehm. Bei hohem wasserstand oder weichem boden ist ggf. Ein geotechniker hinzuzuziehen.
  3. Schritt 3: fundamenttyp und -tiefe festlegen

    wählen sie basierend auf größe und gewicht der feuerstelle sowie dem bodentyp das passende fundament (punkt-, streifen- oder plattenfundament). Bei lehmboden in NRW ist eine mindesttiefe von 80 cm für die unterkante des fundaments zwingend erforderlich, um frostschäden zu vermeiden (gemäß din 18300, abschnitt 3.2.1).
  4. Schritt 4: gründung und drainage ausführen

    heben sie die baugrube in der erforderlichen tiefe aus. Sorgen sie bei lehmboden für eine kapillarbrechende schicht (z.B. 15-20 cm schotter) unter dem fundament und eine drainagemöglichkeit, falls mit stauwasser zu rechnen ist. Verdichten sie den untergrund lagenweise sorgfältig. Gießen sie das fundament mit beton c20/25 und legen sie bei bedarf bewehrung ein.
  5. Schritt 5: dokumentation

    dokumentieren sie den baufortschritt mit fotos und skizzen, insbesondere die fundamenttiefe und den aufbau. Dies kann bei späteren rückfragen der behörden oder für versicherungszwecke wichtig sein.